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Lehrauftrag der Universität Düsseldorf

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Der Fakultätsrat der Juristischen Fakultät der Heinrich Heine Universität Düsseldorf hat mich im Mai 2008 einstimmig zum Lehrbeauftragten für Strafrecht berufen. Ich freue mich über diese Anerkennung meiner langjährigen Tätigkeit im Strafrecht.

Mir geht es darum, den Studierenden nicht nur prüfungsrelevante Inhalte zu vermitteln, sondern ihnen zugleich einen Einblick in die strafrechtliche Praxis zu geben. Als künftigen Richtern, Staatsanwälten oder Strafverteidigern. Oder als jungen Strafjuristen, deren Herz für Forschung und Lehre schlägt.

Dies alles neben meiner Tätigkeit als Strafverteidiger. Natürlich ist es anstrengend, zusätzlich Vorlesungen an der Universität zu halten. Man muss sich vorbereiten. Die Zeit dafür nehme ich mir meist am Wochenende. Aber ich sehe das nicht als Opfer. Es bereitet Freude, jungen strafrechtlich interessierten Juristen Sachverhalte zu vermitteln und Sie für ein spannendes Berufsfeld zu begeistern

 

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Es gibt sicher keine juristische Disziplin, in der so nachhaltige und belastende Eingriffe in die Freiheitsrechte eines Menschen möglich sind wie im Strafrecht.

Auch dies gilt es zu vermitteln. Und damit einhergehend geht es bei der Schulung junger Juristinnen und Juristen auch um die Grundsätze des fairen Verfahrens ("fair trial"), der Verhältnismässigkeit und des Rechtsstaatsprinzips.

Der Inhaftierte (Bild links) hat ungeachtet vielleicht auf sich geladener Schuld Anspruch auf die Wahrung seiner strafprozessualen Rechte als Beschuldigter in einem Ermittlungs- oder Strafverfahren. Es ist mein Anliegen, auch dies den Studierenden nahe zu bringen.

Bild rechts: 2010 im Gerichtsbunker des Oberlandesgerichts Düsseldorf, einem Hochsicherheitstrakt, in dem ich mit meinen Studenten (Sie sehen die "Angeklagte" und ihren "Verteidiger") einen Strafprozess vor dem Jugendschöffengericht nachgespielt habe.

Studierende lernen wie jeder andere Mensch dadurch, dass man etwas begreift. "Begreifen" ist wörtlich zu verstehen. Sich anhand der Beschreibung des Dozenten vorzustellen, wie ein Gerichtssaal aussieht, fällt jedermann schwer. Aber in eben diesem Gerichtssaal zu sitzen und an einem - wenn auch gespielten - Strafprozess teilzunehmen, ist ein ganz anderes Erlebnis.

Die Teilnehmer hatten jedenfalls nicht nur ihren Spass, sondern auch Lernerfolg.