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Immendorff wurde am 14. Juni
1945 als Sohn eines Offiziers und einer Sekretärin in Bleckede (Niedersachsen)
geboren. Er studierte an der Düsseldorfer Kunstakademie und entwickelte dort
seine Idee von der "Welt als Bühne". In den 60er Jahren wechselte er in die
Klasse von Joseph Beuys. Immendorff engagierte sich politisch, wegen
neodadaistischer Aktionen wurde er schließlich von der Akademie verwiesen, an
der er seit 1996 nun selbst Professor ist.
Bis 1980 arbeitete Immendorff
als Kunsterzieher an einer Hauptschule, schuf aber gleichzeitig Gemälde,
Zeichnungen, Grafiken und Skulpturen. Immendorffs bedeutendste Arbeit ist der
expressive Bilderzyklus "Café Deutschland", den er 1978 begann. Zentrales Thema:
die deutsche Teilung und deren Folgen. Der Künstler schuf außerdem Bühnenbilder
für die Salzburger Festspiele und porträtierte Bundeskanzler Gerhard Schröder,
mit dem er zusammen auf Auslandsreisen ging. Heute malt Immendorff vor allem
surrealistische Bilder, in denen er häufig das Künstlergewerbe selbst
ironisiert. Der Kunstprofessor ist Träger des mit 250.000 Dollar weltweit höchst
dotierten Kunstpreises, des Marco-Preises aus Mexiko.
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Zwei Welten begegneten sich in diesem Prozess: Auf der einen Seite ein Intellektueller als mein Mandant, auf der anderen Seite der Richterbank ein Vorsitzender, dem es scheinbar eine Freude machte, dem feinsinnigen Angeklagten gegenüber ungehobelt aufzutreten. Wir sprechen nicht über Schuld oder Unschuld, mein Mandant hat sein strafrechtliches Fehlverhalten mit meiner Hilfe von Anfang an eingeräumt.
Wir sollten allerdings darüber sprechen und miteinander nachdenken, wie die Justiz mit einem Angeklagten umgehen sollte oder darf. Das Verhalten des Vorsitzenden Richters war menschenverachtend und - ich sage dies mit Bedacht ungeachtet etwaiger mich treffender Folgen - im wahrsten Sinne des Wortes "primitiv". Der Zeitungsbeitrag links lässt dies nur ahnen, es kam viel schlimmer.
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