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Immobilienbetrug - ein Erfahrungsbericht

Es kam wie es kommen musste. - Das Geschäft mit Ferienimmobilien boomt, der Mandant - bisher als seriöser Immobilienmakler tätig (jawohl, Herr Staatsanwalt, das gibt es) - findet eine Möglichkeit, in einer von ihm nach zahlreichen Urlauben geliebten Ferienregion Grundstücke zu erwerben, befasst sich mit dem (ausländischen) Grundstücksrecht, erschliesst die Flächen und beplant sie mit Ferienbungalows, die schon vor Fertigstellung reissenden Absatz finden.

Verträge mit einheimischen Unternehmern werden abgeschlossen und alle sind zunächst zufrieden. Ganz gleich, ob in Deutschland, Spanien, in der Türkei oder sonstwo. Doch dann "hakt" es und einige Häuser können nicht fertiggestellt werden. Ein immer wiederkehrender Fall, der häufig auf Fehlkalkulation oder Unzuverlässigkeit örtlicher Subunternehmer beruht.

Gewiss gibt es auch den einen oder anderen Betrüger, der gar nicht die Absicht hat, das von ihm verkaufte Haus auch zu bauen, der noch nicht einmal über den Grund verfügt, auf dem es errichtet werden soll.

Prospektverkäufer mag man diese Menschen nennen, die vorsätzlich Luftschlösser anbieten. Aber es gibt auch den ehrlichen Anbieter, der besten Willens ist. Dem Unvorhergesehenes passiert, dies mag eine Gesetzesänderung sein, die Unredlichkeit eines Mitarbeiters, eine nicht erwartete Erhöhung von Kosten und anderes mehr. Diese Anbieter sind nicht Betrüger, sondern selbst Opfer einer unerwarteten Entwicklung.

Staatsanwälte sind häufig schnell bei der Hand, den dann vielleicht wirklich Unschuldigen zunächst zu verfolgen.

 

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(Ein Bauträger ist strafrechtlich gefährdet, denn es wird schnell Betrug vermutet, auch wenn er gar nicht vorliegt)

 

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(Zum Bild: ) Vorverurteilung durch ein Boulevard-Magazin im Falle eines Unternehmers, der in der Türkei zahlreiche Ferienimmobilien zur Zufriedenheit der Erwerber errichtet hat, Arbeitsplätze schuf, von höchsten Repräsentanten des Staates für sein Engagement gelobt wurde, aber durch widrige Umstände unvorhergesehen in wirtschaftliche Bedrängnis geriet. - Ist er deswegen ein Betrüger?

Ich meine: Nein