Rumänien

In meinem Arbeitszimmer steht seit vielen Jahren dieser Flaggenstock mit der rumänischen Fahne, das Geschenk eines im Laufe der Zeit zum Freund gewordenen Rumänen.

 

Erstmals besuchte ich dieses Land kurz nach der blutigen Revolution, die zum Sturz von Nikolae Ceausescu im Dezember 1989 führte. Seitdem habe ich zahlreiche Mandanten rumänischer Herkunft vor deutschen Gerichten verteidigt, in Rumänien inhaftierte Deutsche besucht uind vor rumänischen Gerichten vertreten, wurde zum Honorarprofessor (Profesor asociat) ernannt und und habe durch eine Vielzahl von Vorträgen in Oradea, an der Universität Cluy-Napoca und in Bukarest an der Begleitung des EU-Beitrittes Rumäniens teilgenommen.      

 

 

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Und wie das so ist: Wenn man ein Land bereist, aufgeschlossen und interessiert ist, dann entstehen über die berufliche Tätigkeit hinaus Bekanntschaften. Unten sehen Sie von links nach rechts Herrn Dr. Bogdan, Dozent an der Universiät Cluy-Napoca, Mitarbeiterinnen aus dem Rektorat der Universität Oradea, Herrn Rechtsanwalt Serban aus Bukarest, links und rechts von mir einen rumänischen Freund und Herrn Professor Caranfil sowie rechts neben mir die Ehefrau des rumänischen Gastgebers bei einem Fest im Sommer 2005. 

Im Jahre 2004 trug ich mich mit dem Gedanken, eine deutsch-rumänische Strafrechtsvereinigung zu gründen, die von Düsseldorf und Bukarest aus den Erfahrungsaustausch von Strafjuristen aus beiden Ländern fördern und das EU-Rechtsstaatsprogramm für die Länder Südosteuropas, in dessen Thematik ich bereits eingebunden war, unterstützen sollte. Dem damaligen Vorsitzenden der bereits existenten Deutsch-Rumänischen Juristenvereinigung Herrn Dr. Stalfort - ein bekannter Name in Bukarest - kam das Verdienst zu, diese "meine" Strafrechtsvereinigung in "seine" Vereinigung (DRJV) zu integrieren, also eine Kooperation anzubieten, in die ich nur allzu gern einwilligte. So konnten auch die Strafrechtler unter dem Dach einer etablierten Vereinigung wirken und einiges auf die Beine stellen, etwa Strafrechtstagungen in Cluj und Bukarest veranstalten, die von der Europäischen  Union unterstützt wurden. - Im Bild sehen Sie mich bei einer dieser Tagungen in Bukarest mit dem deutschen Botschafter, der das Grußwort der Bundesregierung überbrachte. 

Namhafte Referenten aus beiden Staaten konnten für unsere Tagungen, die ich neben meiner Tätigkeit als Dozent ("profesor asoziat") an der rumänischen Universiät in Oradea mitgestaltete, gewonnen werden.

 

Im Bild sehen Sie mich mit Herrn Professor Dr. Regge, Lehrstuhlinhaber an der Universität Greifswald, bei einer Stadtbesichtigung in Bukarest. - Die Tagungen sahen ein buntes Programm rechtlicher Themen vor, die für Juristen beider Staaten gleichermassen interessant erschienen (siehe unten). 

Auch die Politik interessierte sich mittlerweile für diese intensive Tätigkeit zahlreicher Strafjuristen aus beiden Ländern, nachdem auch die Europäische Union diese Bemühungen förderte und sich in Bukarest insbesondere die Konrad-Adenauer-Stiftung unserer annahm. Die Anerkennung unserer Bemühungen durch das Schreiben des Rumänischen Parlaments (siehe unten) erfreute mich sehr.

Rückschau: 

 

Wenn ich bedenke, wie oft ich ebenso wie zahlreiche andere Helfer, die dem EU-Beitrittsstaat Rumänien "auf die Beine helfen" wollten, bei Wind und Wetter, Eis und Schnee vom ungarischen Flughafen Budapest mit dem Auto über anfangs unsägliche Straßen die 130 Kilometer bis nach Oradea bewältigt habe, wieviel Nächte in einfachen Unterkünften zugebracht wurden, und welche jedenfalls anfangs unzulänglichen Sachmittel die Lehre erschwert haben, sei es, dass es zu wenig Schreibpapier gab, keine oder nur defekte Kopierer, dann wundere ich mich heute über die in Rumänien gemeinsam erreichte Qualität von Lehre, Ausbildung und Kooperation der Strafjuristen beider Länder. - Und ein wenig bin ich auch stolz, dazu mit meinen bescheidenen Kräften beigetragen zu haben.

Häufig war die Verwaltung der Universität so freundlich, mich mit dem Wagen des Rektors in Budapest abzuholen oder dorthin zurückzubringen. Der Fahrer - siehe oben - konnte vor lauter Heiligenfiguren an der Frontscheibe kaum etwas sehen. Aber sie haben uns offenbar vor Unfällen bewahrt.

Dr. h.c. Rüdiger Spormann

Rechtsanwalt

Fachanwalt für Strafrecht

 

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