Corona - man wird nicht nur krank, man kann auch verfolgt werden

Dann mal zum Wohl, Corona!

 

Bis zum Frühjahr diesen Jahres dachte man bei “Corona” an das mexikanische Bier, ein Kultgetränk. Der Düsseldorfer “Hotspot”, der Stadtteil mit dem höchsten Corona-Konsum, ist natürlich - wie sollte es anders sein - unsere Altstadt.

 

Eine bemerkenswerte Parallele zu der Corona genannten Infektionskrankheit. 

 

Zwar stammt sie anders als die Biersorte nicht aus Mittelamerika, sondern aus Asien. Aber Corona als Krankheit verbreitete sich ebenso weltumspannend wie das gleichnamige Bier, nur wesentlich schneller. Auch da haben wir einen “Hotspot”, denselben wie das Bier: Die Düsseldorfer Altstadt. 

 

Hier begegnen sich Menschen aus aller Welt, gesunde und kranke, infizierte und nicht infizierte, hier wird getrunken, gefeiert und gelacht. Und hier fallen mit steigendem Promillegehalt Bedenken und Hemmungen. wenn es um die körperliche Nähe zu anderen Menschen geht. 

 

Allen Verschwörungstheoretikern zum Trotz: Den (oder das?)  Coronavirus SARS-CoV-2 gibt es. Das Virus ist keine Erfindung von Bill Gates oder finsteren Mächten, um die Weltherrschaft an sich zu reißen oder die Menschheit zu dezimieren. 

 

Fragen Sie Mediziner. Sie streiten über die Risiken einer Ansteckung, über die Schwere der Erkrankung, über die Mortalität (Todesrate) und über mögliche Spätfolgen einer Infektion. Aber in einem sind sie sich einig: Corona ist keine Erfindung, die Krankheit gibt es tatsächlich, und sie ist gefährlich, weltweit sind hunderttausende Menschen an den Folgen einer Infektion verstorben. 

 

Wir würden schlecht regiert werden, wenn unsere Politiker untätig blieben und diesen tragischen Ereignissen tatenlos ihren Lauf ließen. Eines der Rezepte gegen eine weitere Ausbreitung der Pandemie ist die sogenannte Coronaschutzverordnung des Landes NRW. 

 

Ausgangspunkt all dessen ist das sogenannte Infektionsschutzgesetz, abgekürzt IfSG vom 20.07.2000. Dieses am 01.01.2001 in Kraft getretene Bundesgesetz regelt die gesetzlichen Pflichten zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten. Es dient der Vorbeugung übertragbarer Krankheiten, der Erkennung auftretener Infektionen und der Verhinderung ihrer Weiterverbreitung. Unter anderem bestimmt das Gesetz in § 4 Abs. 1 das in Zusammenhang mit Corona immer wieder genannte Robert-Koch-Institut als die dafür zuständige nationale Behörde.

 

Das Gesetz regelt auch die Ahndung von Verstößen. Es geht um Geldbußen von bis zu 2.500 €, in besonders schweren Fällen sogar von bis 25.000 €, und um Geld- oder Freiheitsstrafen von bis zu - erschrecken Sie nicht - fünf Jahren.   

 

Der Bund ermächtigt die Landesregierungen in § 54 des Gesetzes, Einzelheiten durch Rechtsverordnung zu regeln. Eine dieser Rechtsverordnungen ist die Coronaschutzverordnung des Landes NRW, durch die Verhaltensregeln wie das Abstandsgebot, das Tragen einer Mund- Nasenbedeckung (Maske) und vieles mehr bestimmt werden. Die Einzelheiten darzustellen würde den Rahmen dieses Beitrages sprengen. Zudem wird diese Rechtsverordnung andauernd geändert und neuen Gegebenheiten angepasst. Der Virus ist scheinbar erfinderisch und findet ständig neue Wege. Unvorsichtige und rücksichtslose Mitmenschen wie ein Teil der Altsstadtbesucher, aber auch Ferienreisende, die unbedingt in Risikogebieten ihren Urlaub verbringen wollen, tun ein übriges dazu. 

 

Der Verordnungsgeber - die Landesregierung - kommt kaum hinterher, derzeit haben wir es mit einer Fassung der Rechtsverordnung vom 15.07.20 zu tun, in den nächsten Tagen soll es eine Änderung geben, die dann die 11. Verordnung zur Änderung der ursprünglichen Coronaschutzverordnung von März diesen Jahres sein wird.

 

Was ist für Sie als Leser, was ist für uns alle wichtig? 

 

Wer sich nicht an die Regelungen hält, hat mit Bußgeldern - unter Umständen auch mit einem Strafverfahren - zu rechnen. Die Behörden und damit einhergehend auch die Gerichte werden zunehmend strenger. Für den privaten Bereich sind die wesentlichen Gebote relativ einfach zu verstehen und auch zu befolgen: Maske tragen, wo es angeordnet ist, und Abstand zu anderen (fremden) Menschen halten. 

 

Ach so: Wer sich absolut nicht an die Regeln halten will, nach derzeitiger Praxis unserer heimischen Behörden und Gerichte liegen die Bußgelder bei einfachen Verstößen bei etwa 200 €. Sie steigen aber dramatisch bei hartnäckigen Verstößen und im Wiederholungsfall. 

 

Das lohnt sich nicht. Dafür bekämen Sie bei dem bekannten online-Händler mit dem großen “A” immerhin 15 Sixpacks Corona, das Bier. Sogar frei Haus.